Türk-Nachbaur besucht Schüler des Gymnasiums am Romäusring
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Türk-Nachbaur besucht im Rahmen des EU-Projekttags Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums am Romäusring

Junge Menschen für Europa und Politik zu begeistern, das war das Ziel der SPD-Bundestagsabgeordneten Derya Türk-Nachbaur bei Ihrem Besuch des Gymnasiums am Romäusring. Anlässlich des EU-Projekttages, der seit der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 jährlich stattfindet, stellte sich die Abgeordnete den Fragen der Schülerinnen und Schüler der elften Klasse.

Dabei interessierten sich die Elftklässler besonders für die Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine. Türk-Nachbaur wies darauf hin, dass nicht nur die Ukraine, sondern auch die Sicherheit in Europa durch den Überfall angegriffen wurde. Folgerichtig seien daher die EU-weiten Sanktionen gegen Russland und das Sondervermögen für die Bundeswehr. “Es gibt einen enormen Mangel in der Bundeswehr. Darum ist es jetzt wichtig, sie mit dem Notwendigen auszurüsten. Das wird leider viel kosten, weil in der Vergangenheit falsche Prioritäten gesetzt wurden”, erläuterte die Abgeordnete. Sie zeigte sich aber überzeugt, dass Putin an den Verhandlungstisch gezwungen werden könne: “Die Reaktionen der EU und des Westens auf den Angriff sind entschlossen. Der mögliche Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands ist ein Albtraum für Putin. Russland wird sich diesen Krieg nicht ewig leisten können.”

Wichtig war den Schülerinnen und Schüler zudem wie das Bildungssystem verbessert werden könnte. Für die anwesenden Lehrkräfte Christian Wallner und Jens Wilke sei insbesondere eine Stärkung der Schulsozialarbeit wichtig. Gerade durch Corona hätte sich gezeigt, wie groß der Bedarf an Unterstützung für die Kinder und Jugendlichen sei. Lehrkräfte könnten dies neben dem eigentlichen Unterricht kaum leisten. Türk-Nachbaur ergänzte, dass auch die Ausbildung der Lehrkräfte verbessert werden und der Beruf insgesamt attraktiver gestaltet werden müsse. Nur so sei sichergestellt, dass der Beruf attraktiv bleibe und dem Lehrermangel entgegnet werde.

Angesprochen wurde die Abgeordnete auch auf die Initiative von Bundestagsabgeordneten gegen die Auslieferung von Julian Assange. In einem fraktionsübergreifenden offenen Brief hatten Abgeordnete gefordert, die Auslieferung des WikiLeaks-Gründers an die USA zu stoppen. Die Aktion wurde unter anderem von Türk-Nachbaur initiiert und erhielt in Ihrer eigenen Partei viel Zuspruch.